Nachruf auf Regina Stegemann

Trauer im Kreistag um Regina Stegemann
Grünen-Abgeordnete verstarb im Fraktionsbüro ihrer Partei unmittelbar vor ihrer letzten
Kreistagssitzung / „Sie wollte nur noch abschließen und dann nachkommen“
von Werner Jürgens

Eigentlich hätte die Grünen-Abgeordnete Regina Stegemann am Donnerstag auf der letzten
Kreistagssitzung der abgelaufenen Wahlperiode gerne ihre Abschiedsurkunde entgegen genommen. Denn im neuen Kreistag ist die Politikerin nicht mehr vertreten. Mitten in die Sitzung platzte die Nachricht, dass Regina Stegemann kurz zuvor im nur wenige hundert Meter entfernten Auricher Büro der Grünen plötzlich und unerwartet verstorben war
.
Regina Stegemann wurde 1951 in Göttingen geboren. Als Orgelbaumeisterin war sie auf die
Restaurierung und Wartung historischer Orgeln spezialisiert. Ihr Handwerk hatte sie in Kassel und Marburg erlernt. Von 1985 bis 1991 war sie in Greetsiel Leiterin der aus einem Kollektiv junger Orgelbauer bestehenden Krummhörner Orgelwerkstatt. 1991 gründete sie in Tannenhausen ihre eigene Werkstatt und blieb bis ins hohe Alter in ihrem Beruf aktiv. Unter anderem zeichnete sich Regina Stegemann für die Restaurierung der historischen Orgeln in Midlum, Petkum, Greetsiel und Engerhafe verantwortlich.

Die Grünen-Abgeordnete gehörte zwar nicht unbedingt zu den „Lautsprecherinnen“ ihrer Fraktion, war aber trotzdem regelmäßig in vielen Gremien präsent. So saß Regina Stegemann im Beirat der Musikschule und engagierte sich in den Betriebsausschüssen für Abfallwirtschaft, Rettungsdienst und den Ausbau des Breitbandnetzes im Landkreis Aurich. Ferner vertrat sie ihrer Partei in den Kreisausschuss für Arbeit, Soziales und Integration sowie für Raumordnung, Umwelt und Klimaschutz.
Nachdem die Nachricht vom plötzlichen Tod von Regina Stegemann am Donnerstag verkündet war und alle Anwesenden den Schock halbwegs verdaut hatten, wurde die Sitzung kurz unterbrochen, um eine Schweigeminuten zum Gedenken an die Verstorbene einzulegen.

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