Anlässlich der zur Zeit stattfindenden Kampagne „Orange the World“, die berechtigterweise einen Fokus auf Gewalt an Frauen legt, stellt die Grüne Kreistagsfraktion eine Anfrage an die Kreisverwaltung und will detailliert wissen, wie die Situation für von Gewalt betroffene Frauen hier im Landkreis ist bzw. wie sich diese verbessern lässt
„ Wir müssen leider feststellen, dass es auch im Jahr 2025 noch immer eine unzureichende Anzahl an Plätzen in Frauenhäusern gibt“, sagte Angelika Albers, Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Soziales und Migration.
Obwohl die gesetzlichen Bestimmungen des reformierten Gewaltschutzgesetzes Verbesserungen bis spätestens 2030 vorsehen, werde für manche Frau diese Hilfe vermutlich zu spät kommen. Die Istanbul-Konvention nenne als Richtgröße 1 Familienplatz für Betroffene von häuslicher Gewalt pro 10.000 Einwohnerinnen. Fachverbände und die Frauenhauskoordinierung gingen darüber hinaus von ca. 2,5 Plätzen pro 10.000 Einwohnerinnen für Frauen und Kinder aus, so die Grüne Fraktion in Ihrer Anfrage an die Verwaltung. Man könne anhand der aktuellen Einwohnerzahl leicht ausrechnen, dass die derzeit vorhandenen 7 Plätze im Auricher Frauenhaus niemals ausreichen könnten. Außerdem sei die Einrichtung laut Presseberichten nahezu dauerhaft ausgelastet.
In der Anfrage wird ebenfalls beantragt, dass die BISS-Beratungsstelle im Landkreis Aurich in die nächste Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Migration eingeladen wird um von Ihrer Arbeit zu berichten um zu erfahren, ob das Angebot ausreicht oder lange Wartezeiten bestünden, denn gerade im ländlichen Raum seien die Wege weit.

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