Grüne wollen Auskunft zur Gehölzpflege im Landkreis Aurich
Die Kreistagsfraktion hat beantragt, dass die Verwaltung auf der nächsten Sitzung des Umweltausschusses am 24.3. 2015 über die bisherige Praxis der Gehölzpflege an Kreisstraßen und Gewässern berichtet. Zu diesem Thema hat die Fraktion einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt und möchte, dass Vertreter des Entwässerungsverbandes und der Straßenbauverwaltung zur Sitzung eingeladen werden und dort Rede und Antwort stehen. Außerdem möchten die Grünen wissen, welche fachliche Kompetenz die eingesetzten Baumpfleger mitbringen.
Die Grüne Fraktion ist der Auffassung, dass der Begriff „Pflege“ die tatsächliche Situation beschönige, da es sich ihrer Ansicht eher um Gehölzrodungen im großen Umfang handele. Die Aussage des ersten Kreisrates Dr. Puchert vom 15.1.2015, dass es sich um fach- und sachgerechte Pflegemaßnahmen in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde handele, können die Grünen nicht nachvollziehen.
Viele Bäume höheren Alters seien komplett gefällt und die zwischen ihnen gelegenen Strauch und Heckenbiotope, Habitate von Insekten, Vögeln und Säugetieren, dauerhaft zerstört worden, weil die eingesetzten Geräte die Erdoberfläche aufgerissen und den Wurzelbereich der Pflanzen geschreddert hätten.
Durch den Einsatz der breiten und schweren Schlegelmäher über lange Distanzen wurden Gehölze streckenweise vollständig vernichtet wie z. B. an der Straße von Hinte nach Cirkwehrum, in Tannenhausen, entlang der Straße Neuer Weg von Hinte nach Emden, sowie entlang der B 210 von Emden nach Aurich. Auch in Marienhafe und Upgant Schott wurde geholzt, neben Sträuchern und kleineren Bäumen auch massive Erlen.
„Nach Gesprächen mit Landwirten erfuhr ich, dass sie sich bei vielen Gehölzgruppen an Grundstücksein- und ausfahrten, die sie jahrzehntelang gepflegt und erhalten hatten, nun mit der radikalen Entfernung konfrontiert sahen,“ sagt Elsche Wilts, Mitglied im Umweltausschuss.
Nicht zuletzt interessiert die Umweltpolitikerin auch die Vermarktung des Holzes und der Umgang mit den dabei erzielten Einnahmen.
Die Pressemitteilung im Wortlaut:
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